In kaum einem anderen High-Tech-Land spielt Bargeld noch so eine große Rolle wie in Japan. Während du in Tokio im modernen Kaufhaus problemlos mit Karte zahlst, willst du am kleinen Nudelstand, im Tempel oder am Getränkeautomaten lieber Münzen und Scheine dabeihaben. Wer das weiß, steht nie ratlos an der Kasse.
Damit du beim Bezahlen entspannt bleibst, klären wir hier alles Wichtige rund ums Geld in Japan. Von der Währung über Bargeld und Karten bis zu den praktischen IC-Karten und der Frage, wo du am besten Geld abhebst.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Währung ist der japanische Yen, es gibt Scheine zu 1.000, 5.000 und 10.000 sowie sechs Münzen.
- Japan ist nach wie vor sehr bargeldaffin, gerade kleine Läden und ländliche Orte nehmen oft kein Plastik.
- Aufladbare IC-Karten wie Suica oder Pasmo sind ideal für Nahverkehr, Automaten und Konbini.
- Bargeld bekommst du rund um die Uhr an Geldautomaten in Konbini-Läden, die ausländische Karten akzeptieren.
- Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar als unhöflich empfunden werden.
Die Währung: der japanische Yen
Bezahlt wird in Yen, abgekürzt mit dem Zeichen ¥. Anders als beim Euro gibt es keine Untereinheit wie Cent, alles wird in ganzen Yen angegeben. Im Umlauf sind Geldscheine zu 1.000, 5.000 und 10.000 Yen sowie Münzen zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen.
Der Wechselkurs schwankt, als grobe Orientierung kannst du mit ungefähr 150 bis 170 Yen für einen Euro rechnen. Praktisch ist die kleine Faustregel, dass ein 100-Yen-Stück etwa so viel wert ist wie ein halber bis dreiviertel Euro. Gerade die schweren 500-Yen-Münzen sammeln sich schnell an, eine kleine Münzbörse ist deshalb Gold wert.
Bargeld oder Karte: Wie zahlt man in Japan?
In den großen Städten kannst du in Hotels, Kaufhäusern und vielen Restaurants problemlos mit Kreditkarte zahlen. Sobald es kleiner und traditioneller wird, ändert sich das Bild. Familienbetriebe, Marktstände, kleine Lokale und viele Tempel nehmen häufig nur Bargeld.
Deshalb gilt die wichtigste Regel für Japan: Hab immer genug Bargeld dabei. Du musst nicht mit dicken Bündeln herumlaufen, aber ganz ohne Scheine und Münzen kommst du vor allem abseits der Touristenzentren nicht weit. Karten sind eine praktische Ergänzung, nicht der Ersatz fürs Portemonnaie.

IC-Karten: Suica, Pasmo und Co.
Eine der praktischsten Erfindungen für Reisende sind die aufladbaren IC-Karten. Die bekanntesten heißen Suica und Pasmo. Du lädst sie mit Bargeld auf und hältst sie dann einfach an ein Lesegerät, ob an der Bahnschranke, am Getränkeautomaten oder an der Konbini-Kasse.
Das spart dir den Kauf einzelner Tickets und das Kramen nach Kleingeld. Viele nutzen die Karte inzwischen auch direkt über das Smartphone. Für den Nahverkehr in den Städten ist eine IC-Karte fast schon ein Muss und macht den Alltag spürbar bequemer.
Geld abheben in Japan
Nicht jeder Geldautomat akzeptiert ausländische Karten. Die zuverlässigste Anlaufstelle sind die Automaten in den Konbini-Läden, die du an fast jeder Ecke findest und die oft rund um die Uhr geöffnet sind. Auch die Automaten der japanischen Post nehmen in der Regel ausländische Karten an.
Achte auf mögliche Gebühren deiner Bank für Abhebungen im Ausland und heb lieber etwas größere Beträge auf einmal ab, statt ständig kleine Summen. So hältst du die Kosten niedrig und hast immer genug Bargeld in der Tasche.
Trinkgeld und Bezahl-Etikette
Eine angenehme Überraschung für viele Reisende: In Japan gibt man kein Trinkgeld. Guter Service gilt als selbstverständlich, ein zusätzlicher Obolus wird nicht erwartet und kann sogar irritieren. Lass das Wechselgeld also ruhig nicht liegen.
Beim Bezahlen legst du Geld und Karte übrigens meist nicht direkt in die Hand, sondern auf ein kleines Tablett an der Kasse. Das ist die übliche Art, und das Wechselgeld bekommst du auf demselben Weg zurück.
| Bezahlmethode | Wo nützlich | Tipp |
|---|---|---|
| Bargeld | kleine Läden, Tempel, Märkte | immer dabei haben |
| IC-Karte | Nahverkehr, Automaten, Konbini | gleich am Anfang aufladen |
| Kreditkarte | Hotels, Kaufhäuser, Ketten | als Ergänzung, nicht als Ersatz |
Fazit
Geld in Japan ist kein Hexenwerk, wenn du eine einfache Regel beherzigst: genug Bargeld einstecken und eine IC-Karte für den Alltag nutzen. Karten funktionieren in den Städten gut, doch sobald es kleiner und traditioneller wird, regiert der Yen in bar.
Mein Tipp: Besorg dir gleich nach der Ankunft eine IC-Karte, heb am Konbini-Automaten etwas Bargeld ab und freu dich darüber, dass Trinkgeld wegfällt. So bist du in jeder Situation gut vorbereitet.
Häufige Fragen zu Geld in Japan
Sollte ich in Japan lieber bar oder mit Karte zahlen?
Am besten beides. In Städten kannst du oft mit Karte zahlen, kleine Läden, Tempel und ländliche Orte nehmen aber häufig nur Bargeld. Hab deshalb immer genug Scheine und Münzen dabei.
Wo kann ich in Japan Geld abheben?
Am zuverlässigsten an den Automaten in Konbini-Läden, die ausländische Karten akzeptieren und oft rund um die Uhr geöffnet sind. Auch die Automaten der japanischen Post funktionieren in der Regel.
Was ist eine IC-Karte und brauche ich sie?
Eine IC-Karte wie Suica oder Pasmo ist eine aufladbare Bezahlkarte für Nahverkehr, Automaten und Konbini. Für Städtereisen ist sie sehr praktisch und erspart dir das Ticketkaufen und das Suchen nach Kleingeld.
Gibt man in Japan Trinkgeld?
Nein. Trinkgeld ist in Japan unüblich und wird nicht erwartet. Guter Service gehört zum Standard, ein zusätzliches Trinkgeld kann sogar als unpassend empfunden werden.
Wie viel Bargeld sollte ich dabeihaben?
Das hängt von deinem Tagesprogramm ab. Für einen normalen Reisetag mit Essen, Nahverkehr und kleinen Eintritten ist ein Vorrat von einigen tausend Yen sinnvoll. Größere Beträge hebst du besser auf einmal ab.
